Lophophora-Arten im Vergleich und Bestimmung
Plants of the World Online von Kew erkennt vier Lophophora-Arten an: Lophophora williamsii, L. diffusa, L. fricii und L. alberto-vojtechii. Ein fünfter Name, L. koehresii, wird von den tschechischen Autoren anerkannt, die das moderne Gattungskonzept beschrieben haben, und von Kew in L. diffusa eingezogen. Diese Seite stellt sie alle nebeneinander: dieselben Merkmale in denselben Einheiten, eine sortierbare Tabelle, einen Bestimmungsschlüssel, die veröffentlichten Alkaloidmessungen und die Namensgeschichte von 1839 bis 2022. Bei rarecactus.com haben wir diesen Vergleich erstellt, indem wir die von Kew POWO anerkannten Namen mit der veröffentlichten Literatur zu Alkaloiden und Morphologie abgeglichen haben, sodass die Tabelle die aktuelle Taxonomie wiedergibt und nicht die älteren Varietätsnamen, die online noch kursieren. Sie ist die Vergleichsergänzung zur Übersichtsseite zur Gattung Lophophora.
Wie viele Lophophora-Arten gibt es?
Es gibt vier anerkannte Lophophora-Arten und eine umstrittene Population. Die Gattung teilt sich in zwei Sektionen: Die Sektion Lophophora enthält nur L. williamsii, den meskalindominierten Peyote aus Texas und dem nördlichen Zentralmexiko, während die Sektion Diffusae L. diffusa aus Querétaro, L. fricii aus dem Becken von Viesca in Coahuila und die zwergwüchsige L. alberto-vojtechii aus dem Norden von San Luis Potosí und aus Zacatecas umfasst, alle pellotindominiert. Die als L. koehresii veröffentlichten Pflanzen aus dem Osten von San Luis Potosí stehen in der Tabelle als Population von L. diffusa, mit einer Anmerkung, weil Kew sie dort einordnet. Mit der Auswahl Sortieren nach unter der Tabelle lässt sie sich neu ordnen.
| Taxon | Sektion | Rippen | Körperdurchmesser | Blüte | Höhe | Verbreitung | IUCN | CITES | Alkaloidklasse | Beschrieben von | iNat-Beob. | GBIF |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lophophora williamsii | Lophophora | 5-13 (meist 8) | 20 bis 80 mm | rosa bis weiß (Typusform blass- bis mittelrosa; weiß blühende Pflanzen kommen vor), 15 bis 25 mm | 100 bis 1.900 m | S-Texas (Starr, Jim Hogg, Zapata, Webb, Val Verde, Kinney, Brewster, Presidio County) südwärts durch Tamaulipas, Nuevo León, Coahuila, Chihuahua, Durango, Zacatecas und San Luis Potosí (Chihuahua-Wüste) | VU A4acd | Anhang II | meskalindominiert | (Lem. ex J.F.Cels) J.M.Coult. laut POWO; GBIF nennt (Lem. ex Salm-Dyck) J.M.Coult. (1839) | 3.054 | 2.002 |
| Lophophora diffusa | Diffusae | 7-13 (oft undeutlich) | 30 bis 120 mm | weiß bis blass cremefarben, 15 bis 25 mm | 1.400 bis 2.100 m | Bundesstaat Querétaro, Mexiko (Cadereyta de Montes, Ezequiel Montes, Tequisquiapan; Sierra Gorda um Jalpan de Serra); einige Nachweise im angrenzenden Hidalgo; Gesamtareal rund 150 km breit | VU B1ab(v)+2ab(v) | Anhang II | pellotindominiert | (Croizat) Bravo (1944) | 383 | 301 |
| Lophophora koehresii Abspaltung; bei Kew ein Synonym von L. diffusa | Diffusae | bis 13 | bis 120 mm | weiß bis blassrosa mit dunklerem Mittelstreifen | Osten von San Luis Potosí, Mexiko (Gegend von Las Tablas); Spezialist alluvialer Schlammebenen; mehr als 100 km von der Typuslokalität von L. alberto-vojtechii entfernt, ohne bestätigte Überschneidung der Areale | NE | Anhang II | pellotindominiert | (Riha) Bohata, Mysak und Snicer (1996) | 72 | 53 | |
| Lophophora fricii | Diffusae | 5-21 (undeutlich) | bis 120 mm | blass- bis dunkelrosa (sattes, fast karminrotes Rosa bei der Typusform; f. albiflora weiß), 25 bis 40 mm | Lagunengebiet von Viesca, südöstliches Coahuila, Mexiko: zwei Populationstypen (Kalkhangform und polsterbildende Schlufffläche-Form) etwa 20 km voneinander entfernt; Nebenvorkommen bei Parras de la Fuente; Typuslokalität bei San Pedro | DD | Anhang II | pellotindominiert | Haberm. (1975) | 67 | 23 | |
| Lophophora alberto-vojtechii | Diffusae | 5 (meist; außergewöhnliche Exemplare erreichen 8) | 10 bis 25 mm | weiß bis schmutzig rosa, gelegentlich cremig gelblich, mit dunklerem Längsstreifen, 15 bis 35 mm | 1.700 bis 1.700 m | nördliches San Luis Potosí (Typuslokalität, Schwemmebenen der Region Matehuala) und nördliches Zacatecas (zweite Population etwa 100 km nordwestlich); ein dritter Fundort in SLP mit spärlicher Dokumentation | NE | Anhang II | pellotindominiert | Bohata, Mysak und Snicer (2008) | 55 | 33 |
Zahlen von iNaturalist und GBIF, aus den Live-APIs gelesen am 2026-09-01. GBIF fasst L. alberto-vojtechii in seinem Backbone unter L. diffusa zusammen, daher lässt sich ihre GBIF-Zahl nicht trennen.
Rippenzahl und Rippenausprägung leisten die meiste Arbeit. L. williamsii trägt fünf bis dreizehn klar ausgebildete Rippen, meist acht, auf einem blaugrünen Körper von 2 bis 8 cm. L. diffusa hat sieben bis dreizehn Rippen, so abgeflacht, dass sie wie Höckerreihen wirken, auf einem weichen, gelbgrünen Körper, der 12 cm erreichen kann. L. fricii treibt die Rippenzahl auf bis zu einundzwanzig, undeutlich ausgebildet, auf einem grauen Körper ähnlicher Größe. L. alberto-vojtechii bleibt ausgewachsen unter 25 mm Durchmesser, was keine andere Art der Gattung schafft. Die vollständigen Seiten zu Lophophora williamsii, Lophophora diffusa, Lophophora fricii und Lophophora alberto-vojtechii enthalten die Details zu Lebensraum, Kultur und Fundorten, die diese Tabelle verdichtet.
Wie unterscheidet man Lophophora diffusa von Lophophora williamsii?
Körperfarbe und Rippenausprägung trennen sie schon, bevor die Pflanze blüht: L. williamsii ist blaugrün mit deutlichen Rippen und einer blassrosa Blüte, während L. diffusa gelbgrün und weich ist, mit zu Höckerreihen abgeflachten Rippen und einer weißen bis cremefarbenen Blüte. Die Chemie stimmt damit überein. L. williamsii ist meskalindominiert; L. diffusa ist pellotindominiert, Meskalin fehlt oder kommt nur in Spuren vor. Die Verbreitung räumt jeden verbleibenden Zweifel aus, denn L. diffusa ist in Querétaro auf 1.400 bis 2.100 m endemisch, und L. williamsii erreicht diesen Bundesstaat nie. Saatgut und Gärtnereipflanzen, die unter einem der beiden Namen verkauft werden, sind oft falsch beschriftet, und deshalb fragt der Schlüssel unten nach der Herkunft zuletzt, nicht zuerst.
Bestimmen Sie Ihre Pflanze
Vier Fragen, keine Anmeldung und ein teilbares Ergebnis. Der Schlüssel nutzt dieselben Merkmale wie die Tabelle: Blütenfarbe, Rippenausprägung, Körpergröße und die Herkunft der Pflanze oder ihres Samens. Hat die Pflanze Dornen, eine beblätterte Rosette oder Milchsaft, ist sie überhaupt keine Lophophora, und der allgemeine Kakteen-Bestimmungshelfer ist das bessere Werkzeug.
Welche Lophophora ist es?
Vier kurze Fragen zu Blütenfarbe, Rippen, Körpergröße und Herkunft der Pflanze. Der Schlüssel nutzt dieselben Merkmale, auf denen die Vergleichstabelle oben aufbaut.
Welche Lophophora-Arten enthalten Meskalin und welche Pellotin?
Nur Lophophora williamsii ist meskalindominiert; L. diffusa, L. fricii, die Population koehresii und L. alberto-vojtechii sind pellotindominiert, Meskalin fehlt oder kommt nur in Spuren vor. Eine Alkaloidanalyse von L. alberto-vojtechii ist nicht veröffentlicht; der einzige Wert für ihre Sektion sind 1,3 Prozent der Gesamtalkaloidfraktion in der Population koehresii, ein Anteil an den Alkaloiden und kein Prozentwert des Trockengewichts, daher lässt er sich nicht mit den Werten unten vergleichen. Diese Trennung ist das chemotaxonomische Rückgrat der Gattung und der Grund, warum die beiden Sektionen aufgestellt wurden. Innerhalb von L. williamsii reichen die veröffentlichten Meskalinwerte von etwa 0,1 bis 6,3 Prozent des Trockengewichts, je nach Population, Gewebe, Jahreszeit, Wasserstress und danach, ob die Pflanze gepfropft war, sodass ein einzelner Wert für die Art bedeutungslos ist. Die Tabelle unten führt jede veröffentlichte Messung mit Population oder County, untersuchtem Gewebe, Kulturbedingung, Stichprobengröße und der Arbeit auf, aus der sie stammt. Sie dient als Referenz für Bestimmung und Taxonomie, und jede Zeile verweist auf ihre Quelle.
| Taxon | Veröffentlichte Spanne | Bezugsbasis |
|---|---|---|
| Lophophora williamsii | 0,10 % bis 6,3 % | 13 Messungen an Kopf- und Ganzpflanzenproben, wild und kultiviert |
| Lophophora diffusa | 0 % (fehlt) | 1 Messung; jede vorliegende Analyse mit verifizierter Art meldet kein Meskalin |
| Lophophora fricii | 0 % bis 0,014 % | 2 Messungen; höchstens Spuren |
Dieselbe Spanne von L. williamsii nach Fundort aufgeschlüsselt: vier Sammelproben von Populationen aus texanischen Countys, jede als ein einziger Wert gemeldet, dazu eine gemeinsame Probe aus Südtexas mit 13 Einzelpflanzen, die statt eines Werts eine volle Spanne angibt. Jeder Wert verweist in der vollständigen Tabelle unten auf seine Arbeit.
| Fundort | Veröffentlichte Spanne | Bezugsbasis |
|---|---|---|
| Starr County, Texas | 2,77 % | 1 Sammelprobe einer Population |
| Jim Hogg County, Texas | 3,2 % | 1 Sammelprobe einer Population |
| Val Verde County, Texas | 3,5 % | 1 Sammelprobe einer Population |
| Presidio County, Texas | 3,52 % | 1 Sammelprobe einer Population |
| Südtexas (gemeinsame Probe) | 1,82 % bis 5,50 % | 13 Einzelpflanzen, Klein et al. 2015 |
| Taxon | Population | Gewebe | Bedingung | Gesamtalkaloid % | Meskalin % | Pellotin % | n | Bezugsbasis | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lophophora williamsii | Starr County, Texas | Kopf (Knopf) | wild, Sammelprobe einer Population | 2,77 | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website; deren Quellen nennen Hulsey, M.G. et al. (2011) Alkaloid profiles of Lophophora williamsii from several Texas counties, Cactus and Succulent J. | |||
| Lophophora williamsii | Jim Hogg County, Texas | Kopf (Knopf) | wild, Sammelprobe einer Population | 3,2 | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website; deren Quellen nennen Hulsey et al. (2011) | |||
| Lophophora williamsii | Val Verde County, Texas | Kopf (Knopf) | wild, Sammelprobe einer Population | 3,5 | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website; deren Quellen nennen Hulsey et al. (2011) | |||
| Lophophora williamsii | Presidio County, Texas | Kopf (Knopf) | wild, Sammelprobe einer Population | 3,52 | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website; deren Quellen nennen Hulsey et al. (2011) | |||
| Lophophora williamsii | Südtexas (Probe von Klein et al.) | Kopf | wild, Einzelpflanzen | 1,82-5,50 | 13 | Trockengewicht | Klein, M.T., Kalam, M., Trout, K., Fowler, N. and Terry, M. (2015). Mescaline concentrations in three principal tissues of Lophophora williamsii (Cactaceae): implications for sustainable harvesting practices. Haseltonia 20:34-42 range across 13 plants; figure verified against the source PDF (read 2026-08-19) | ||
| Lophophora williamsii | Südtexas (Probe von Klein et al.) | unterirdischer Stamm | wild, Einzelpflanzen | 0,125-0,376 | 13 | Trockengewicht | Klein et al. (2015) Haseltonia 20:34-42 etwa eine Größenordnung unter dem Kopf | ||
| Lophophora williamsii | Südtexas (Probe von Klein et al.) | Wurzel | wild, Einzelpflanzen | 0,0147-0,0520 | 13 | Trockengewicht | Klein et al. (2015) Haseltonia 20:34-42 etwa eine Größenordnung unter dem unterirdischen Stamm | ||
| Lophophora williamsii | Literaturübersicht | Kopf | übliche veröffentlichte Spanne | 2-4 | Trockengewicht | Klein et al. (2015) citing Bruhn and Holmstedt (1974) and Hulsey et al. (2011) as quoted from the source: mescaline typically a little less than 2% to around 4% of crown dry weight | |||
| Lophophora williamsii | nicht angegeben (Rouhier, frühe Literatur) | obere Scheiben | getrocknet | 3,7 | Trockengewicht | Rouhier, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website (deren Quellen nennen Bruhn und Holmstedt 1974, Early peyote research, Econ. Bot. 28:353-390) | |||
| Lophophora williamsii | nicht angegeben (Rouhier, frühe Literatur) | Köpfe | frisch | 0,41 | Frischgewicht | Rouhier, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website | |||
| Lophophora williamsii | nicht angegeben (Rouhier, frühe Literatur) | Wurzel | getrocknet | 0,73 | Trockengewicht | Rouhier, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website | |||
| Lophophora williamsii | nicht angegeben (Rouhier, frühe Literatur) | Wurzel | frisch | 0,244 | Frischgewicht | Rouhier, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website | |||
| Lophophora williamsii | kultiviert, Italien (Siniscalco Gigliano) | ganze Pflanze, kultiviert | gut bewässert | 0,1 | Trockengewicht | Siniscalco Gigliano, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website gepaart mit der Trockenheitszeile unten (27-facher Unterschied) | |||
| Lophophora williamsii | kultiviert, Italien (Siniscalco Gigliano) | ganze Pflanze, kultiviert | sechs Monate trockene Bedingungen | 2,74 | Trockengewicht | Siniscalco Gigliano, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website | |||
| Lophophora williamsii | kultiviert, Italien (Siniscalco Gigliano) | Edelreis, gepfropft | Standardbedingungen | 0,93 | Trockengewicht | Siniscalco Gigliano, zitiert im Alkaloid-Abschnitt dieser Website | |||
| Lophophora williamsii | nicht angegeben (Material von Heffter 1896, Anhalonium lewinii) | getrocknetes Material | höchste Ausbeute | 6,3 | Trockengewicht | Heffter, A. (1896). Ueber Cacteenalkaloide. Ber. Dtsch. Chem. Ges. 29:216-227 | |||
| Lophophora williamsii | Literaturübersicht | verschieden | veröffentlichtes Minimum bis Maximum | 0,10-6,3 | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website (häufig zitierter Arbeitsbereich 0,9-6,0) | |||
| Lophophora williamsii | Japan (Probe von Sasaki et al. 2009, 13 Pflanzen) | ganze Pflanze | kultiviert / Handelsware | 1,27-4,83 | 13 | Trockengewicht | Sasaki, Y. et al. (2009). Forensic Sci. Int. 184(1-3):1-6 | ||
| Lophophora williamsii | allgemeine Zusammensetzung (getrocknete Knöpfe) | Kopf (Knopf) | getrocknet | 8 | Anteile am Gesamtalkaloid: Meskalin etwa 30 %, Pellotin etwa 17 %, Anhalonidin 14 %, Anhalamin 8 %, Hordenin 8 %, Lophophorin 5 %; der Rest Neben- und Spurenalkaloide; etwa 63 Alkaloide gelten als gesichert | Trockengewicht | Alkaloid-Abschnitt dieser Website mescaline_pct und pellotine_pct bleiben leer, weil die Quelle sie als Anteile an der Gesamtalkaloidfraktion angibt, nicht als Prozent des Trockengewichts | ||
| Lophophora williamsii | Coahuila gegenüber San Luis Potosí (Todd 1969, Probenahme im Juni) | Kopf und Wurzel | wild, im Juni beprobt | Lophophorin zum Probezeitpunkt im Juni gegenüber Meskalin dominant; Pflanzen aus Coahuila mit mehr Meskalin und gleichmäßigerer Verteilung zwischen Kopf und Wurzel; Pflanzen aus SLP mit Meskalin weitgehend im Kopf und nur Spuren in der Wurzel; Hordenin vor allem in den Wurzeln | Trockengewicht | Todd, J.S. (1969). Thin-layer chromatographic analysis of alkaloids in Lophophora williamsii. Lloydia 32:395-398 qualitativer Vergleich | |||
| Lophophora diffusa | Querétaro | ganze Pflanze | wild und kultiviert, Material mit verifizierter Art | 0 (fehlt) O-Methylpellotin vorhanden (Bruhn und Agurell 1975) und in L. williamsii nicht gefunden; außerdem Anhalamin, Anhalonidin, Anhalonin, Lophophorin und Spurenalkaloide gemeldet | dominant | Trockengewicht | Bruhn, J.G. und Agurell, S. (1975). Cactus alkaloids: isolation of O-methylpellotine; zitiert im diffusa-Alkaloid-Abschnitt dieser Website jede Analyse mit verifizierter Art meldet kein Meskalin | ||
| Lophophora fricii | Coahuila (Analyse von Habermann, nach der Zusammenstellung von Starha) | ganze Pflanze | zwei Exemplare | 0,014 (plus/minus 0,009) Meskalin entspricht in den beiden Exemplaren 0,9-1,1 % des Gesamtalkaloidgehalts | etwa 65 (Anteil am Gesamtalkaloid) | 2 | Trockengewicht | Analyse von Habermann, zitiert nach Starha, R. und Kuchyna, J. (1996). Alkaloids of Lophophora fricii Habermann. Cactus and Co. mescaline_pct ist Trockengewicht | |
| Lophophora fricii | Japanische Handelsware Ginkangyoku (Lo-14, Lo-15, Lo-16) | ganze Pflanze | kultiviert / Handelsware | 0 (per HPLC nicht nachgewiesen) trnL/trnF-Sequenz verschieden von allen Exemplaren von L. williamsii und näher an L. diffusa | 3 | Trockengewicht | Sasaki, Y. et al. (2009). Forensic Sci. Int. 184(1-3):1-6; identity as L. fricii per Aragane, M. et al. (2011). J. Nat. Med. 65(1):103-110 als meskalinfreie L. williamsii veröffentlicht | ||
| Lophophora fricii | Viesca RS 404 und Gegend von Viesca (Starha) | ganze Pflanze | Material wilder Herkunft | Alkaloidprofile in beiden Populationstypen von Viesca sehr ähnlich; das bestätigte Spektrum umfasst Tyramin, N-Methyltyramin, Hordenin, Lophophorin, Anhalinin, O-Methylanhalidin, Anhalidin, Anhalamin, Anhalonidin, Anhalonin und Spuren von N-Methylmeskalin | Trockengewicht | Starha, R. and Kuchyna, J. (1996). Cactus and Co. qualitativ | |||
| Lophophora diffusa (Population koehresii) | San Luis Potosí | ganze Pflanze | 1,3 (Anteil am Gesamtalkaloid) | 88,4 (Anteil am Gesamtalkaloid) | Trockengewicht | Starha, R. und Kuchyna, J. (1996), zitiert auf der alberto-vojtechii-Seite dieser Website beide Werte sind Anteile am Gesamtalkaloidgehalt, nicht Prozent des Trockengewichts | |||
| Lophophora alberto-vojtechii | nördliches San Luis Potosí | keine veröffentlichte Analyse | erwartet pellotindominiert mit Spuren von Meskalin; die Erstbeschreiber schreiben, dass das Alkaloidprofil noch auf Laborbestätigung wartet; der auf der Website zitierte Höchstwert der Sektion Diffusae ist 1,3 % Meskalin als Anteil am Gesamtalkaloid | Bohata, Mysak und Snicer (2008) Cactus and Co. 12(2):105-117, zitiert auf der Seite dieser Website es gibt keine Messung; die Zeile hält die Lücke fest |
Wie lange braucht Lophophora vom Samen bis zur Blüte?
Eine aus Samen gezogene Lophophora williamsii erreicht zwischen ihrem fünften und achten Jahr einen erkennbaren Körper von 15 bis 30 mm, aber ihre ersten Blüten lassen meist bis irgendwann zwischen dem zehnten und zwanzigsten Jahr auf sich warten; eine auf eine schnellwüchsige Unterlage gepfropfte Pflanze kann stattdessen innerhalb von drei bis fünf Jahren blühen. Wildpflanzen brauchen etwa zehn Jahre bis zur Reife. Das Widget unten macht aus diesen veröffentlichten Bereichen einen Schieberegler: Wählen Sie ein Alter und lesen Sie den erwarteten Durchmesser und die Blühwahrscheinlichkeit für aus Samen gezogene, gepfropfte und wilde Pflanzen ab. Die Bereiche bleiben mit Absicht Bereiche; keine Quelle in der Literatur nennt eine einzelne Kurve, und eine Pflanze, die einen Winter lang trocken und kühl gehalten wird, kann ein Jahr lang gleich groß bleiben. Zur Herkunftsseite der Wildspalte führen die Sammler-Feldnummern für Lophophora jeden dokumentierten Wildaufsammlungseintrag in unserer Datenbank auf.
| Jahr | Aus Samen gezogen | Gepfropft | Wild |
|---|---|---|---|
| 1 | keine veröffentlichte Größe keine Blüten | keine veröffentlichte Größe keine Blüten | keine veröffentlichte Größe keine Blüten |
| 2 | 5 bis 10 mm keine Blüten | keine veröffentlichte Größe Blüte unwahrscheinlich | keine veröffentlichte Größe keine Blüten |
| 3 | keine veröffentlichte Größe keine Blüten | keine veröffentlichte Größe Blüte möglich | keine veröffentlichte Größe keine Blüten |
| 5 | 15 bis 30 mm Blüte unwahrscheinlich | keine veröffentlichte Größe Blüte wahrscheinlich | keine veröffentlichte Größe Blüte unwahrscheinlich |
| 8 | 15 bis 30 mm Blüte unwahrscheinlich | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte möglich |
| 10 | 30 bis 50 mm Blüte möglich | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte wahrscheinlich |
| 15 | keine veröffentlichte Größe Blüte wahrscheinlich | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten |
| 20 | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten |
| 25 | 50 bis 80 mm Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten | keine veröffentlichte Größe Blüte zu erwarten |
Taxonomiegeschichte, 1839 bis 2022
Die Gattung wurde fast zwei Jahrhunderte lang umbenannt, aufgeteilt und zusammengelegt, und die meisten Namen, die noch auf Etiketten verkauft werden, stammen aus dieser Geschichte und nicht aus der aktuellen Taxonomie. Lemaire beschrieb die Pflanze 1839 als Echinocactus williamsii; Coulter stellte 1894 Lophophora auf; Croizat fügte 1944 L. diffusa hinzu; Habermann beschrieb 1975 L. fricii; und Bohata, Myšák und Šnicer fügten 2008 L. alberto-vojtechii hinzu, nach ihrer Entdeckung im Jahr zuvor. Die Varietätsnamen decipiens, texana, caespitosa und lutea fallen heute alle unter L. williamsii. Wo die Pflanzen wachsen und in welcher Höhe, zeigt die Karte wo Lophophora in der Natur wächst, und die Erntedaten hinter den Schutzbewertungen sind auf der Seite mit den Peyote-Erntedaten dargestellt.
- 1839Echinocactus williamsii beschrieben; das Epitheton ehrt Colonel Oswald J. P. Williams Charles Lemaire
Die Autorenangabe bei POWO lautet (Lem. ex J.F.Cels) J.M.Coult. - 1845Echinocactus williamsii gültig veröffentlicht als Lem. ex Salm-Dyck (Basionym) Salm-Dyck
siehe Zeile 1839 - 1888Anhalonium lewinii beschrieben; später die Materialgrundlage für Heffters Alkaloidarbeit Paul Hennings
heterotypisches Synonym von L. williamsii - 1894Gattung Lophophora aufgestellt und L. williamsii (Lem.) J.M.Coult. kombiniert John Merle Coulter
- 1894Pellotin aus Lophophora-Material isoliert, das als Anhalonium williamsii beschriftet war; vermutlich Material aus Querétaro (diffusa) Arthur Heffter
- 1894Kombination Lophophora lewinii (Henn.) Rusby Henry Hurd Rusby
heterotypisches Synonym - 1896Meskalin aus Peyote (Anhalonium lewinii) isoliert und identifiziert; höchste Ausbeute von 6,3 % gemeldet Arthur Heffter
- 1924Rosa blühende Lophophora aus Coahuila fotografiert und als Anhalonium sp. flora rosea beschriftet Alberto Vojtech Fric
früheste dokumentierte Begegnung mit der später L. fricii genannten Pflanze - 1925Fričs Foto veröffentlicht Alberto Vojtech Fric
- 1935Frič beschriftet das Foto neu als Lophophora williamsii, der Beginn von vier Jahrzehnten Fehlbestimmung Alberto Vojtech Fric
- 1944Lophophora echinata var. diffusa nach Material aus Querétaro beschrieben (Basionym von L. diffusa); auch L. echinata veröffentlicht Leon Croizat
- 1967Lophophora diffusa (Croizat) Bravo in den Artrang erhoben Helia Bravo
- 1969Alkaloidstudie per Dünnschichtchromatografie; Juniproben aus Coahuila und San Luis Potosí zeigen Lophophorin als dominant J. S. Todd
- 1974Lophophora jourdaniana nach kultiviertem Material beschrieben Vlastimil Habermann
- 1975Lophophora fricii in Kaktusy nach Material von Denis Cowper aus San Pedro, Coahuila, beschrieben Vlastimil Habermann
- 1975O-Methylpellotin aus L. diffusa mit verifizierter Art isoliert; ein Alkaloidmarker, der sie von L. williamsii trennt J. G. Bruhn und S. Agurell
- 1996Lophophora diffusa var. koehresii veröffentlicht Riha
later raised to species by Bohata, Mysak and Snicer (POWO authority string); year of that combination not recorded here - 1996Alkaloide von Lophophora fricii veröffentlicht; außerdem Pellotin bei koehresii mit 88,4 % des Gesamtalkaloids R. Starha und J. Kuchyna
- 2007Lophophora alberto-vojtechii im Februar auf Schwemmebenen im Norden von San Luis Potosí entdeckt Jaroslav Snicer, Jaroslav Bohata und Vojtech Mysak
- 2008Lophophora alberto-vojtechii in der Juniausgabe von Cactus and Co. 12(2):105-117 beschrieben Bohata, Mysak und Snicer
- 2009Erweiterte englischsprachige Darstellung von L. alberto-vojtechii im Cactus and Succulent Journal 81(6) Bohata, Mysak und Snicer
- 2009HPLC- und trnL/trnF-Studie von Sasaki et al.; die Ginkangyoku-Exemplare sind meskalinfrei und genetisch verschieden von L. williamsii Y. Sasaki et al.
Exemplare später L. fricii zugeordnet - 2011Studie zu Nachwuchs und Überleben geernteter Peyote-Pflanzen in einer Population in Südtexas (Limitations to natural production of Lophophora williamsii I) M. Terry et al.
- 2011Morphologische Bestätigung der Ginkangyoku-Exemplare (L. fricii) durch Aragane et al. M. Aragane et al.
- 2013Bewertung von L. diffusa auf der Roten Liste der IUCN (Vulnerable B1ab(v)+2ab(v)); 2017 geändert C. Gomez-Hinostrosa, E. Sanchez, J. Guadalupe Martinez und M. Terry
- 2015Meskalinkonzentrationen in Kopf, unterirdischem Stamm und Wurzel von 13 Pflanzen von L. williamsii veröffentlicht M. T. Klein, M. Kalam, K. Trout, N. Fowler und M. Terry
die verifizierte Arbeit von 2015 erschien in Haseltonia - 2017Bewertung von L. williamsii auf der Roten Liste der IUCN (Vulnerable A4acd) M. Terry
Assessor and year verified as Terry, M. 2017; some secondary citations credit Gomez-Hinostrosa, C. et al. (2013) - 2018Kulturbericht in CactusWorld: L. williamsii problemlos, die anderen Arten empfindlicher; Vermehrung durch frisches Saatgut, Pfropfung und Stecklinge Niesel
- 2022Übersicht in Bradleya: Kultur als Naturschutzinstrument; in der Natur etwa zehn Jahre vom Samen bis zur Reife A. O. Ermakova, M. K. Terry und K. Trout
Häufige Fragen
Wie viele Lophophora-Arten gibt es?
Vier anerkannte Arten: Lophophora williamsii, L. diffusa, L. fricii und L. alberto-vojtechii, laut Plants of the World Online von Kew. Ein fünfter Name, L. koehresii, wird von Kew als Synonym von L. diffusa behandelt und erscheint hier als Population dieser Art.
Wie unterscheidet man Lophophora diffusa von Lophophora williamsii?
L. diffusa ist gelbgrün und weich, mit zu Höckerreihen abgeflachten Rippen und einer weißen bis cremefarbenen Blüte; L. williamsii ist blaugrün mit klar ausgebildeten Rippen und einer blassrosa Blüte. L. diffusa wächst nur in Querétaro und ist pellotindominiert, während L. williamsii meskalindominiert ist.
Ist Lophophora koehresii eine echte Art?
Bohata, Myšák und Šnicer erkennen L. koehresii als Art aus dem Osten von San Luis Potosí an. Kew POWO zieht sie in L. diffusa ein, und rarecactus.com folgt Kew, daher erscheint sie als eigene Population von L. diffusa und nicht als fünfte Art.
Wie lange braucht Lophophora vom Samen bis zur Blüte?
Aus Samen gezogene L. williamsii erreicht zwischen ihrem fünften und achten Jahr einen erkennbaren Körper von 15 bis 30 mm, aber ihre ersten Blüten lassen meist bis irgendwann zwischen dem zehnten und zwanzigsten Jahr auf sich warten; gepfropfte Pflanzen können stattdessen innerhalb von drei bis fünf Jahren blühen. Wildpflanzen brauchen etwa zehn Jahre bis zur Reife.
Was ist der Unterschied zwischen meskalindominierten und pellotindominierten Lophophora?
Nur L. williamsii ist meskalindominiert. L. diffusa, L. fricii, die Population koehresii und L. alberto-vojtechii tragen Pellotin als Hauptalkaloid, Meskalin fehlt oder kommt nur in Spuren vor, und das ist die chemische Grundlage für die Teilung der Gattung in die Sektionen Lophophora und Diffusae.
Royal Botanic Gardens, Kew, Plants of the World Online, Lophophora · Bohata, J., Myšák, V. & Šnicer, J. (2008), Lophophora alberto-vojtechii, Cactus & Co. 12(2) · Klein, M.T. et al. (2015), Haseltonia 20: 34-42, doi:10.2985/026.020.0107 · Ermakova, A.O., Terry, M. & Trout, K. (2022), Bradleya 2022(sp40): 71-82, doi:10.25223/brad.sp40.2022.a8 · Trout, K., Trout’s Notes on the Cactus Alkaloids und Analyseseiten von sacredcacti.com · Bewertungen der Roten Liste der IUCN für L. williamsii (e.T151962A121515326) und L. diffusa (e.T40967A121501921) · Habermann, V. (1975), Kaktusy, Protolog von Lophophora fricii · Croizat, L. (1944), Beschreibung von Lophophora diffusa · Vorkommens-APIs von iNaturalist und GBIF, Zahlen abgerufen am 2026-09-01
